Das läuft

Alles wird gut, wir werden den Alleinerziehenden schon noch mehr Geld zukommen lassen, ebenso wie deren Schulen, „Frauenberufe“ für Männer öffnen und besser Bezahlen, die Tierhaltung verbessern, die Finanzmärkte regulieren und diese Schmarotzer einhegen, die Kirchensteuer abschaffen, uns fair an den Gewinnen der Internetgroßkonzerne beteiligen, die Energiewende schaffen um uns in diesem Zuge um die Erneuerung der Infrastruktur  kümmern. Wir werden die Kommunikation über diese Arbeit / den Prozess und die Transparenz, des Bundes und seiner Gruppen verbessern, Beamte die schon sehr lange für Bundesministerien tätig sind prüfen und unsere Berater also Lobbygruppen aus einer neuen und anderen und breiteren Gruppe rekrutieren.

Uns wurde, durch die FDP, der rechtmäßige demokratisch erkämpfte Zugang zur Regierungsverantwortung und damit zur Möglichkeit neue Impulse in die Bundespolitik zu bringen verwehrt. Sollten Sie sich an die Politik der sPD ab 1998 erinnern und der cDU eine Pause von wenigstens Vier Jahren verordnen wollen, freuen wir uns.

Wir versuchen eigentlich seit Jahren über kleine Anfragen, Gesetzes-Textvorschläge und die lokale Arbeit, inklusive der Vernetzung mit Interessengruppen ausserhalb der wirtschaftlichen Dogmas, Sachpolitik zu betreiben. Leider ist es bei uns, wie bei der SPD und den Linken, die Kommunikation der politischen Arbeit wird von Personenfragen und Personalfragen überschattet. Der politische Kompromiss, bei der Regierungsarbeit die in Gesetzestexten, Steuersatzanpassungen oder Sozialabgaben, mündet wird nicht erläutert. Es gibt keine Demarkationslinie an der die Interessen, der einen Gruppe des Verbandes gegen die Interessen einer anderen Gruppe gestellt werden. Die unabhängige politische Berichterstattung ist da suboptimal. Es gibt immer eine Interessengruppe die lauter in die Medien schreien kann, oft mit Argumenten die nicht haltbar sind, sich aber nicht auflösen, wenn man jene die einen Vorteil durch die Politik haben nicht zu Wort kommen lässt.

Es ist ja nicht so, dass man befürchtete Effekte einer Interessengruppe, bei der Änderung von Gesetzen nicht dokumentieren könnte und wenn diese Befürchtungen, sich nach Zwei Jahren, nach in Kraft treten, als berechtigt, in dem befürchteten Ausmaße nachweisen lassen, ein Gesetz auch wieder zu ändern.

Eine Möglichkeit wäre die parlamentarische Arbeit besser zu Dokumentieren also alle Anhörungen Streamen und Speichern, in einem öffentlich rechtlichen Portal.

Mit freundlichen Grüßen

Die Grünen

 

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Uh das war jetzt in den letzten Artikeln aber viel eher so unschönes bis negatives Zeug. Man regt sich ja gerne mal so temporär oder kurzweilig auf, Nichts was zu einem dauerhaften Zustand oder gar Begleiter werden sollte.

Da ist die Faszination an Wissenschaft und potenziellen Möglichkeiten doch ein viel schöneres und ertragreicheres Feld.

So ist das, wenn der Wirtschaftsminister im Fernsehen steht und die alte Floskel des Wachstums raus holt und dieses Mantra niemand hinterfragt. Wobei das Framing doch sein sollte „gesteuertes Wachstum“, denn das liegt in der Macht jeder Regierung zu fördern oder durch Steuerabgaben zu verhindern, bzw. zu verteuern. Subventionen halt, gewolltes Verhalten belohnen über den Preis und nicht gewolltes Verhalten, wie einen SUV Fahren, besteuern. Als sei der Wachstumswillen, die InnovationsInvestition in eine bestimmte Richtung ohne Anreizsteuerung, der Regierung, noch möglich.

Für das Format Delta bzw. Scobel werden extra Einspieler für Buchempfehlungen erstellt, oft nimmt sich die Redaktion Zeit, Texte zu schreiben, Links zu setzen und die Professoren oder Gesprächspartner zu Verlinken.

Es ist also möglich von einer Behauptung, im Rahmen des Formats über Bücher zu den entsprechenden Studien zu finden. Oder was fast noch ein wenig interessanter ist, zu den erwähnten Firmen und deren Geschäftsberichten.

Ich zitiere mal aus der Rede von Dr. Herbert Diess gehalten auf der Hauptversammlung am 03.05.2018:

10,7 Millionen Kunden weltweit haben sich für ein Fahrzeug einer unserer Marken entschieden. Der Umsatz stieg auf mehr als 230 Milliarden Euro. Auch das Operative Ergebnis fiel so gut aus wie nie – es betrug vor Sondereinflüssen 17 Milliarden Euro; nach Sondereinflüssen 13,8 Milliarden Euro; immer noch ein Rekord.

Zudem ist die finanzielle Position des Konzerns sehr robust – trotz der hohen Belastungen aus der Dieselkrise: Unsere Netto-Liquidität im Automobilbereich ist heute mit rund 24 Milliarden Euro wieder so hoch wie vor der Krise.

Was ein bisschen interessanter ist ist der Anteilsbesitz den VW so hat:

PDF Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB für die Volkswagen AG

Theoretisch könnte man auf OpenMaps über jeden eingetragenen Sitz der Anteilsfirmen ein kleines VW-Logo erstellen und eine Prozentzahl des Besitzes dran schreiben. Das selbe geht auch mit dem Siemens Konzern, der Bayer AG, Rheinmetal usw.

Aber das ist so eine individuelle visuelle Geschichte über die ich mir einen leichteren Zugang zum Verständnis des Netzes machen möchte, kann sein dass die Mehrheit nicht so auf visuelle Angebote steht. Wir hatten das Problem bei den PanamaPaper wo die Visualisierung der Daten auch ein Thema war.

Es gibt und gab einen schönen Zweiteiler auf 3Sat, Titel: Strom des Lebens.

In Kooperation oder Auftrag mit der NZZ, die Lizenzrechtlich die Dokumentation weiter vertreiben wird.

Hätten wir jetzt ein Portal, dann könnte ich nicht nur auf das Unternehmen verweisen was im Zweiten Teil der 3Sat Reihe, neben anderen, erwähnt wird. Ähnlich, wie Sobooks die Möglichkeit geschaffen hat, in Bücher zu Verlinken und Soundcloud einzelne Stellen in einem Audiofile zu kommentieren. Sondern ich könnte vielleicht auch ein paar Marktdaten zusammentragen auch außerhalb des Internetauftritts, des Unternehmens und des Wikipediaeintrags und natürlich der Geschäftsberichte.

Die Dokumentation verschwindet in Fünf Tagen hinter einer Paywall, da jetzt rein zu verlinken und das zu Kontextualisiern lohnt eigentlich nicht.

In Minute 37:20 beginnt der Beitrag zum Unternehmen „Sonnen„:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76117

Im selben Beitrag kommt auch ein Dozent der TU Berlin zu Wort seine Arbeit, im Zuge der Publikationen könnte man auch verfolgen oder Verlinken: Portal halt.

Der „Deutsche“ hat´s ja nicht so mit Geschäftsanteilen, Aktien und Genossenschaften, im Vergleich zu anderen Ländern.

Wie willst du deinen Geldanlagen auch Vertrauen, bei den hohen Investitionshürden, die dir ausserhalb des Growdfundings auferlegt werden: Find mal n kostengünstigen Onlinebroker. Stiftung Warentest ist da bedingt hilfreich.

Womit wir theoretisch neben den öffentlich rechtlichen und der Wissenschaft eine weitere neutrale Instanz gefunden haben: bei der Stiftung.

Der Anspruch an einen guten Onlineauftritt oder halt an ein Portal ist ja dann, dass man für die Metadaten also Rahmen und Kontextinformationen hat, die ein wenig valide sind.

Hatte die Wikipedia nicht mal das Problem, dass Firmen und andere Interessengruppen Einträge in ihrem Sinne relativieren, verfassen oder beschönigen? Anonymes Editieren ausserhalb der Kommentarfunktion ist also das Gateway- oder PeerReview Problem?

 

 

Etablierung

Ich hab ja hier n Script mitlaufen, dass das gesprochene Wort auf ARD, ZDF, Phoenix in Textfiles schreibt, welches ich danach nach Schlagworten, Signalworten wie der Häufigkeit des Wortes AFD untersuchen kann. Die bayrischen Wahlergebnisse haben gezeigt, dass AFD-Wähler primär Protestwähler sind und der Generation ab 50, die SilverAger, wie wir sie im Marketing gerne nennen, angehören. Leider bekommt die AFD, im Medium für die Alten, viel zu viel Platz ihre rückschrittlichen Perspektiven über das öffentlich rechtliche Format in die Köpfe zu tragen. Sich als Marke, Label zu etabliert, ja die haben nicht immer Recht und sind halt unbeliebt aber hier liegt der Protest.

Wenn dein Kunde beim Wort Auto sofort an eine, seine Automarke denkt oder beim Wort Zigarette an eine Marke dann bist du auf nem guten Weg, wenn bei dem Wort Flüchtling sofort der Gedanke an das Wort „Problem“ mitschwingt, erkennst du die Arbeit der öffentlich rechtlichen.

Die Gefahr bei der Etablierung der AFD als legitime Protestpartei und nicht als Demokratiefeinde kann dann zum Problem werden, wenn bedingt durch notwendige Reformen oder externe Ursachen, die Wirtschaft einen Schluckauf bekommt. Sofern wir durch notwendige Reformen mal anfänglichen Unmut mit einkalkulieren weil immer irgendeine gesellschaftliche Gruppe glaubt sie werde benachteiligt, wenn Reformen passieren. Die die dann am meisten Gehör finden, sind jene mit Geld und/oder Einfluss und die wollen das alles so bleibt wie es nie war.

Anders formuliert: ich erkenne überhaupt kein positives Entwicklungspotenzial durch die politische Arbeit der AFD und obwohl sie den Nachweis, in Landesparlamenten und dem Bund, erbracht haben, dass dabei nur Bullshit raus kommt, sitzen Vertreter immer noch in diesen Talkshows und werden als Interviewpartner für die Presse und das TV eingeladen.

Die Onlinemarketingstrategie der Rechten ergeht sich dann auch in dem Gefühl ein gemeinsames Feindbild zu besitzen und aus der eigenen vielleicht zu Recht empfundenen Benachteiligung zurück zu Hetzen. Ähnliches Phänomen wie bei den, sich nicht zugehörig fühlenden, Türken die hier in deutscher Sprache Erdogankritiker online angreifen.

Das kommt davon, wenn man die Menschen schlecht behandelt.

Wählbare Nazis in Form der AFD zu protegieren und aufgrund des langen Zeitraums in den öffentlich rechtlichen Medien als Label und Norm zu verankern und davon nicht ab zu lassen, wird uns wenns schlecht läuft, nochmal auf die Füße fallen.

/edit

Ich möchte noch gerne auf eine andere Idee hinweisen, die von Volker Pispers ist. Die Tagesschau / heute Journal rühmt sich ja gerne mit ihren Einschaltquoten, die um die 10 Millionen liegen. Es sollten täglich, denn nur so funktioniert es, kurz vor dem Wetter ein paar Zahlen vorgelesen werden:“Und auch Heute wurden im Schnitt Ein Mensch ermordet, Neun Menschen starben bei Verkehrsunfällen und 3,5 Millionen Kinder Leben in Armut, 1000 Menschen starben durch Ärztefehler, 30.000 Schweine wurden geschlachtet, 1000 Menschen ohne Wohnung schliefen draußen, 300 Tonnen Müll wurden verbrannt, es gab 27 Suizide, 179.861 Mann unter Waffen usw.“ Halt was die Zahlen vom Statistischen Bundesamt auf einen Tag im Jahr herunter gerechnet so hergeben.