You can do what?

Wir treiben uns also hier auf einem Feld der Selbst-Akzeptanz und -Erkenntnis herum im Spannungsfeld der Akzeptanz der Gruppen in dem sich das Individuum bewegt. Verständnis für harmlose und eher diskriminierte Minderheiten, darum geht es mir primär.

Das Geschlecht ist eine Kategorie die wir über Menschen legen. Die Frage ist ob man auch ohne dieses Hilfsmittel, der Kategorie, Zufrieden leben kann.

Ich meine es sei medial International zu beobachten, dass die Uneindeutigkeit von Geschlecht also die Natur, Unbehagen und Ängste triggert, am meisten wohl bei Männern. Auch hier kann ich keine validen Studien verlinken.

Die Natur kennt Evolution durch Mutation. Leider habe ich nur halb valide Zahlen im Gedächtnis: Etwa 2000 Säuglinge kommen im Jahr in Deutschland zur Welt wo das Geschlecht nach der visuellen Prüfung nicht eindeutig bestimmt werden kann. Medizinischer Ablauf war oder ist die Eltern zu einer Entscheidung für operative Eingriffe zu bewegen, die dann das Geschlecht eindeutig verankern. Eine Forderung ist, diese frühen Operationen oder hormonellen Eingriffe sein zu lassen, gehen diese nicht vom betroffenen Individuum aus.

Es gibt wenigstens zwei Variablen, die eine ist das subjektive Empfinden der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, das andere ist die sexuelle Anziehung und Präferenz.
Fernab vom erlernten/geprägten Fetisch oder sexualisierten Objekten oder Praktiken.

Ich kann und will nur auf in Deutschland etablierte Verfahren eingehen. Handwerk halt.

Wäre ich jetzt keine Privatperson sondern Journalist oder Wissenschaftler könnte ich Aussagen über Individuen hinweg treffen und generationsübergreifende Entwicklungen aufzeigen in Bezug auf den Umgang mit Transsexualität, in Deutschland oder der DDR  oder die Operationstechniken, die einem guten Operateur zur Verfügung stehen, damals und heute, um durch Entzündung oder Belastung zerstörtes Hautgewebe zu formen.

Ich saß also irgendwann mal mit einer Bekannten bei einem Künstler, der geschlechtsangleichende Operationen durchführt und ein breites Portfolio an Operationstechniken kennt. Als Mann ist die zentrale Frage, die ich mir stellte, wie sieht es mit der Orgasmusfähigkeit nach der OP aus? Andere Transen berichten von dem ersten Orgasmus, etwa ein Jahr nach der Operation. Ich hätte gerne im Operationssaal gestanden und mir die Arbeitsschritte angeschaut. Zentral auch die Frage, warum man den Schwellkörper nicht in seiner Funktion erhalten kann, Teilen und hinter der Haut des Hodensacks die die Schamlippen bilden links und rechts des Eingangs der Neovagina anbringen.
Ich kann das leider nur im Groben! skizzieren.

Der Hodensack wird Herzförmig aufgeschnitten und diese Haut dient später auch zur Formung der äußeren Schamlippen und ein Teil wird im Innern also oben an die NeoVagina genäht. Die Penishaut erhalten wir durch den runden Schnitt unter der Eichel. Penishaut und Hodensackhaut wird zur Neovagina zusammen genäht und halt zwischen Enddarm und Blase/Prostata rein gedrückt.

Es wird die Harnröhre gekürzt, darüber angebracht und die Eichel abgeschält und als Klitoris ebenfalls dort festgesetzt, dabei gilt es auf das kleine Nervenpaket zu achten, welches nicht beschädigt werden darf um die Orgasmusfähigkeit bzw. die Empfindlichkeit an der Klitoris zu erhalten.

So eine Eichel hat 2500 Nervenzellenpunkte für die Empfindlichkeit, eine random Klitoris hat 8000 Nervenzellpunkte für die Empfindlichkeit, schält man die Eichel ab und setzt diese über die Neovagina und erhält dabei das dahinter sitzende durchblutete Neurovaskuläre Bündel, hast du die ersten Wochen nach der ersten Operation richtig Party zwischen den Beinen. Bis sich das alles mal „setzt“, abgeschwollen ist und dann ein kognitiver Bezug zur neuen Situation geschaffen wurde. Plus die Notwendigkeit zu Buschieren also die Neovagina mit Hilfsmitteln zu benutzen, zu dehnen und zu strecken.

Nun das Wichtigste:
Entfernte Hoden und Schwellkörper darf man nicht mit nach Hause nehmen, um diese in Alkohol eingelegt in einem Glas über den Fernseher zu stellen. – Ja was? Man wird doch wohl mal fragen dürfen.

Angeblich gab oder gibt es ja einen Trend bei Frauen sich die Schamlippen kürzen zu lassen, das visuelle Ideal was der Operateur anstrebt steht im nachrangigen Verhältnis zur Funktion.

Die die sich diese Operation antun sind keine Männer sondern Frauen, im falschen Körper. Angleichende Operation! Der Weg dahin führt über ein Jahr betreuende Therapie und wenigstens zwei Gutachten und einem Richter der sich den Fall anschaut und beurteilt.

Schwule haben mit Transen nun wenig zu tun, dort geht es sich um die Männlichkeit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.