geschlechtliche Klassifizierung

Ist es möglich eine strukturelle Benachteiligung und Ausbeutung der Frau zu postulieren? Ähnlich der beständig schwanger gehaltenen Kuh, damit sie Milch gibt?

Natürlich, ist diese Perspektive möglich, nur macht es nicht wirklich zufrieden mit dieser durch die Welt zu gehen. Die geschlechtliche Kategorisierung alleine und die Reduktion auf diese, ist viel zu unpräzise um progressive Veränderungen zu bewirken. So zumindest das Argument bei der Frauenquote.

Angst und Bedenken sind die größten Behinderungen, für alles ungewisse Neue. Schreibe ich nun allen Frauen, in der resümierten Gesamtheit, eine höhere Ängstlichkeit zu, die zum Beispiel beim nächtlichen Laufen durch dunkle Straßenzüge im Erleben mitschwingt, wäre das ungerecht und eben nicht zu überprüfen.

Du bist ja nun auch mehr als dein Geschlecht.

Destruktiv würde es, führt man die Idee der Verantwortung oder Schuld ein. Frauen neigen bei Tötungsdelikten eher zum Auftragsmord oder zur Vergiftung als zur physischen Gewalt.

Der weibliche Anteil in den JVA`en ist nun mal überschaubar. Nicht, dass Frauen nicht zu allem Fähig währen aber die statistischen Signifikanzen liegen auf diesem Feld nun mal so vor.

Das Ding ist halt auch, ich als Mann hab mit dem Feminismus nichts zu tun, der ist Frauensache. Das ist euer Kampf.

Na gut es gibt Männer bei Pussy Riot, obwohl mir natürlich die Provokationen von Femen besser gefallen. Der Frauenkörper als Provokation?! Das ist genial. Lass den wehrlosen nackten weiblichen Körper mit Botschaft, von in Schutzkleidung und martialisch aussehenden Männern, der Öffentlichkeit entziehen.

Das Bild das Hagen Rether in seiner aktuellen Cd aufmacht, ist gut: Die eine Gruppe Frauen sollen am Strand im Burkini Volleyball spielen, die anderen nackt und die Männer haben sich da raus zu halten und für alle Eis zu holen.

Ich kann die Frau und den Mann nur als soziologisches Konstrukt behandeln und selbst dort begibt man sich auf vermintes Gelände.

Zeit zur Destruktion. Die Bibel wusste: Eva ist Schuld und die Mutter Gottes, Maria eine Heilige.

Die katholische Kirche als Institution ist das negative Paradebeispiel für die Ausbeutung der Frau. Keinen Lohn außer den Gotteslohn zahlen auf die Nächstenliebe verweisen um den Verzicht zu begründen, sämtliche Kontrolle und privilegierten Stellungen nur Männer ausüben lassen die zum Hohn auch noch in Frauenkleidung rumlaufen. Die Vier Milliarden die so ein Bistum, wie zum Beispiel das Bistum Paderborn besitzt, resultieren aus der Lohndrückerrei und der Ausbeutung der Frau in den Sozialeinrichtungen, die die Caritas und andere katholische Sozialeinrichtungen betreiben. Kirchensteuer und primär die Abrechnung mit den Sozialkassen, begründen den historischen und aktuellen Reichtum. Die politische Indoktrination dieser Kirche war das erste Mal zu spüren als im Zuge der Agenda 2010, der Protest und die Bedenken gegen die Hartz-Reformen nicht aus den Kirchen kamen. Die waren kein Teil der kritischen Bewegung.

Ebenso wie es keinen Protest und keine Bedenken der katholischen Kirche 1933 gegenüber der NSDAP gab.

Lassen wir die Punkte Reichtum, Agenda und die Jahre um 1933 mal wegfallen und schauen auf den aktuellen Stand.

Empörung als sich die Kölnerin Kebekus als Päpstin vorschlug.

Frauen erziehen mehrheitlich unsere Kinder nicht nur zu Hause bis zum Dritten Lebensjahr sondern auch in den Krabbelgruppen, Kindergärten und Grundschulen.

Pflegen mehrheitlich die Angehörigen und arbeiten mehrheitlich als Pflegekräfte und Krankenschwestern in der Gesundheitsindustrie. Lassen sich für den selben Job, mit der selben Qualifikation 20% weniger Lohn zahlen als ihre männlichen Kollegen. Haben zugleich ein Lehr- und Schulsystem etabliert, dass den still sitzenden Mädchen gerechter wird als den Jungen. Das Ergebnis sieht man an den höheren Bildungsabschlüssen die, in der aktuellen Kohorte der Jahrgänge, durch Frauen erreicht werden.

Verpassen zugleich eine ordentliche Vermittlung von selbstbestimmter weiblicher Sexualität im privaten, wie im staatlichen Schulsektor. Mir kommen immer wieder gerade junge Frauen unter, die keinen befriedigenden Bezug zu ihrer Muschi und ihrer Lust haben. Vielleicht treibe ich mich zu viel in Swingerclubs, mit Tantralehrern, mit BDSMlern und Sexarbeiter/innen rum. Jedem das seine und alles für mich. Sprecht mal mit Strippern über die ach so reservierten Frauen 😉

Drift und Flow

Sind extrem anfällig für normative Ideen, das Über-Ich, des angepassten kapitalistischen Weibes – Gut gekleidet, gut Riechen, reine rasierte solarium Haut, gefärbte Haare, geschminktes Gesicht, gemachte Fuß- und Fingernägel, mit Schmuck behangen und beringt, Brötchen Muschi als Ideal und Silkon in den Brüsten: dem Ideal des Mädchen also der ewigen Jugend nach strebend – um sich zu wundern, dass Männer einen als Objekt behandeln? Du bist ja nichts wert, wenn du nicht aussiehst. Wie ging doch gleich der Liedtext von Rammstein: „Der Mensch ist doch ein Augentier, schöne Dinge wünsch ich mir.“ Sich aber zugleich von jedweder eigenen Lust, dem Trieb öffentlich distanzieren. Anstatt den Slogan: I have the Pussy I make the Rules, zu leben. Wie sähen unsere Konsumtempel aus, entfernte man alle triebkonotierten Produkte aus den Regalen? Trügen wir ständig Ohrenschützer und Handschuhe, pflanzten wir uns durch das Stecken eines Fingers, in das Ohr des anderen fort?

Macht euch keine Sorgen: Männer, gerade Schwule können das mit dem normativen „gut Aussehen“ und lästern also dem Abgleich mit der Peergroup zur eigenen Selbstaufwertung und Selbstbestätigung ebenso gut, Rosettenbleaching. Die Vermischung von Trieb und Konsum ist eine Resistenz eingegangen, die wir nicht mehr lösen werden.

Erlernter Eckel, erlernte Scham und erlernte Lust ?

Ist die Frage um die erlernten oder im Vorfeld biologisch verankerten Rollenbilder nun beantwortet? Der dritte Faktor ist die Wechselwirkung zwischen beiden, die dann erst das Gesamtbild ergibt. Es gibt die objektive Einigung auf das schöne Aussehen. Es gibt das bestimmte Funktionieren der sinnlichen, auch optischen, Bewertung.

Werbung und Marketing schleift diese erstrebenswerten Ideale halt ein, indem sie auf bestehende kognitive Funktionen setzen. Verführung funktioniert. Fressen und Fortpflanzen. Aber halt nicht alles und mit jedem.

Das Verhalten der statistischen Mehrheiten angreifen um zugleich die Minderheiten also die Kranken und Schwachen zu schützen?

Auf zu den Einzelfällen:

„Ich bin so, ich mach das ja nicht wegen anderen sondern für mich.“ Du rasierst dir die Beine also nur für dich selbst? – okay. Auf die Idee bist du ganz alleine gekommen? Du hast das jetzt nicht auf Werbeplakaten oder bei Freundinnen gesehen. Naja gut.

„Ich gehe nicht gerne ungeschminkt aus dem Haus.“

„Ich fühl mich nackt und unwohl ohne Kopftuch.“ Seid, wann trägst n du das? Seid du Elf bist, warum schon so früh? Deine Schwester durfte es mit 14 tragen und du wolltest auch? Yeah, ich hab mich auch an meine Fullcap gewöhnt, fühlt sich komisch an ohne Cap ausm Haus.

„Ich seh schon wieder so blass aus, bin mal eben im Solarium“Alter du warst vor Vier Tagen erst.

„Schatzi, färbst du mir die Haare?“ Warum? „Ja, der Haaransatz“ Seh ich nicht.

Ach, scheiße macht doch was ihr wollt und euch glücklich macht. Aber wir sind uns einig, dass sich der rasierte Sack fluffiger anfühlt? Gut, wenigstens das.

Bleibt noch den Menschen mit Behinderung, irgendwie die Möglichkeit zur Sexualität zukommen zu lassen.

to be continued…

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