Puit

Gnarf, will ich den Lindner jetzt wirklich hier stattfinden lassen, erneut?

Hier auf meiner digitalen Schmierwand, die ich nicht mit GBL reinigen muss, um den Lack ab zu bekommen. – Naja, kommt drauf an wofür man das Zeug einsetzt.

Grundsätzlich gibt es Elemente in der liberalen Idee die nicht falsch sind. Diversität im Ideentum für Unternehmungen gerne auch von Genossenschaften, eine gewisse Dynamik hin auch zur neuen Technologie schadet nicht. Ich würde nur, zu viele verkrustete Strukturen bei den bereits großen Unternehmen, die eine gewisse Behäbigkeit der Innovationsfähigkeit offenbaren, konstatieren. Diese Interessenbünde noch stärker vertreten zu wissen, macht mir Bauchschmerzen.

Ich pflege da ein gewisses begründetes Misstrauen gegenüber dem was sie proklamieren und was am Ende an Politik und Gesetzen dabei raus kommt, wenn die hinter der FDP stehenden Interessengruppen vertreten werden wollen, bei der politischen Arbeit, ist die Person Lindner dann ja fast egal. Fast, denn annehmbare Außenmister, wie Genscher gab es.

Zeit noch mal auf die Überschneidungen zwischen Schauspielern und Politikern zu verweisen, die die alten Meister Matt Stone und Tray Parker in Team America: World Police haben durchscheinen lassen: Es sind Puppen verdammt nochmal 😉

Von Ulrich Beck habe ich jetzt nicht viel gelesen, nur halt was über „das Ende des größten soziologischen Experiemtens der Welt“ also der DDR:

 

Die Problematik der somewheres und anywheres und für diese eine einheitliche Politik machen zu müssen, ist mir auch schon aufgefallen. Wobei ich Konsumfähigkeit und auch Mobilität natürlich an den Mitteln also dem Einkommen fest mache, meiner Logik nach kannst du aus jedem somewehre einen anywhere machen, nur eben nicht mit liberaler Politik. Mein linkes Parteibuch und Wahlverhalten werde ich nie ändern. Bei der Frage, wie man die radikal wütenden menschenverachtenden kapitalistischen Kräfte in Schach halten kann ist meine Antwort: der Staat, vermag das und daher wird weit Links gewählt. Immer.

Linder in seiner Rolle als Politiker ist ja denn nun auch vom Staat finanziert.

 

Dynamik Radikalität Momentum

Eigentlich brauchen wir eine neue liberale Idee oder müssten diese vielmehr radikal mit jungem Blut und junger Dynamik füllen.

Radikalität ist nun Nichts, was ich der FDP zuschreiben würde, Frau Wagenknechet meinte: doch ja klar, „das Bild geb ich dir“ und stellt sich in einer gelben Weste vor die Kamera:

Damit hätten wir das symbolische Momenteum: sexy, friedliebender, weiblicher, sozialistischer Kern in liberaler Jacke.

Uns altert nur leider die Gesellschaft unterm Arsch weg, da ist mehr so die Verwaltung des Alten und damit der Alten, durch die Alten Thema, anstatt Dynamik. Stellst du den jungen Ideen und der Jugend keine Möglichkeiten also auch Kapital zur Verfügung, was über das Kapital der sexy sozialistisch erworbenen Bildung hinaus reicht, bekommst du keine Dynamik.

Der Steuerungswille des Staates ist natürlich immer angestoßen von den faktisch, bestehenden Ungerechtigkeiten, die einigen Gruppen auffällt und die diese in die mediale Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit tragen, leider versanden diese Diskussionen ohne politischen Output oder die Diskussion wird nicht geführt und kommt im politischen Sektor an.

Dazu brauchen wir eine Analyse der Gruppen deren Interessen dort landen.

Um etwas zu unternehmen, muss du dich etwas trauen und du brauchst Vertrauen. Vertrauen das es für die Deregulierung braucht, ist ein mangelndes Gut und spielt Angst und Bedenken zu. Die Behäbigkeit des alternden Staates, macht sich auch in der Fähigkeit Gesetze zurück zu nehmen bemerkbar.

Größere einschneidende Reformen die immer ein Wagnis sind, treiben dir die Gruppen mit Macht und Einfluss und bestehendem Kapital, welches für die jungen Ideen gebraucht wird, in die Talkshows und Medien. Dort wird dann mit Bildern von Zerfall und Apokalypse gearbeitet, was die Umfragen der Reformer in der Politik runter reißt. Doch auch erst, wenn die sich gegen die bestehenden Interessens- und Lobbygruppen mit Geld und damit Einfluss, bereits erwehren konnten, also Gesetzestextvorlagen unabhängig formulieren.

Die Steuer die eben genau das ist und an deren Reformfähigkeit Westerwelle scheiterte, ist das beste Beispiel. Er hat sich in den Elf Jahren Oppositionsarbeit auch auf den Bühnen Deutschlands selbst geglaubt, wenn er es einfacher, gerechter und damit am Ende niedriger machen wollte.

Ist jedoch krachend an den politischen Strukturen gescheitert.

Wir haben aber noch ein anderes Mittel, an dem wir schrauben können um die Steuern und den damit verbundenen Aufwand zu senken. Steuerfahndung, weniger Steuerhinterziehung eben gerade auch bei den größeren Unternehmen [die noch zu definieren sind] bedeutet die Möglichkeit zur Steuersenkung. Diese Fahndung bedeutet dann wieder Überwachung und das geht gegen die innere Liberalität. Wobei wir hier eh gerade den Überwachungsstaat hochfahren und booten. Ich sage ein Reboot des politischen Systems ist notwendig aber unwahrscheinlich.

Die bisherige Ausgestaltung der Erbschaftssteuer mit dem Argument man schütze die Firmen und Arbeitsplätze und daher sei diese, wie sie sei: Zementiert Zustände, wenn du einen sexy, sozialistischen Kern hast ist Arbeitslosigkeit kein Problem. Firmen und Unternehmungen müssen scheitern dürfen, egal wie groß sie sind. Na VW?

Binde ich Horst nochmal als Prototypen ein:

 

Ja buhu überall Probleme gegen die ich als Einzelner, ja gar nichts machen kann, ich bin ja hier nicht verantwortlich. Sind doch alles die Politiker. Ja doch natürlich kannst du Gruppen spenden die deine Interessen vertreten und wenns nur n symbolischer Euro ist.

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