Schön hier

Wie weit können wir das unscharfe Prinzip des Handels mit Ideen denn treiben?

Markengläubigkeit oder -Verbundenheit ist ja eine relativ resistente Sache, wenn du sie früh also in jungen Jahren etablieren kannst. Marlboro, Audi, Schalke, Krombacher, SPD…

Einen Großteil der Wissenschafts- und Studienfinanzierung ist ja Werbe und Marketing induziert also mit dem Ziel der besseren Beeinflussbarkeit des Konsumenten.

Ich hab das in verschütteten Texten mal den Kampf ums Wohlbefinden genannt aber eher im Kontext der Ausgestaltung von öffentlichen Konsumräumen. Gezielte Positionierung, Düfte, Licht usw. Der Konsumraum von Spiritualität und Religion, hat in unseren Kirchen ja auch kein Update erfahren, obwohl ich da zu selten bin um das ordentlich zu bewerten. Könnte man da nicht mal mit anderer Musik und Lichtstimmung arbeiten? Kirchen sind eigentlich prädestiniert für Metallkonzerte. Till Lindemann beim Lied „Mein Teil“ in ner Kirche, auf nem Altar ner FemenAktivistin n maximal großes blutiges Tampon aus der Vagina ziehen und es danach über dem mit Vampirzähnen bestückten Mund auswringen und Trinken. Ich pitch hier keine Ideen mehr, gibt ja bald n neues Album. Die Emotionalisierung auf dem Produkt und Ideenmarkt hat die Politik erreicht. Wir Handeln mit Empörung und nicht mit Rationalität und validen unabhängig wissenschaftlich erworbenen Daten und deren Ergebnissen.

Die Event- und Konzertkultur nimmt doch auch zu aber die Kirchen haben ja kein Geldproblem sonst müssten die da mit Werbetafeln und Sponsoringdurchsagen für ihre eigenen Investitionen arbeiten. Die katholische Kirche hatte auch mal Unternehmensanteile an einem Kondomhersteller. Egal. Arbeiten mit dem Archetyp in der Werbung und der Haptik von Produktverpackungen, also der Bodylotion die sich nach Haut anfühlen soll. Gezielte Genderansprache durch visuelle Wiedererekennung: mach es Klein und Pink.

Es gibt Verpackungen die 80% des Preises des Produkts ausmachen also bilanztechnisch werden die Kosten für Werbung und Forschung auf dem Marketingfeld, wie auch eben die Steuerlast ja in das Produkt und auf den Kunden umgelegt.

Kommt ein wenig auf das Konsumgut an was man sich anschaut aber das konsequenteste wäre eigentlich nur die Produkte zu kaufen die einem völlig unbekannt sind, wenn einem die Werbung auf n Sack geht.

Wie weit kannst du so ne Kommune eigentlich kapitalistisch Produktgerecht durchwirken lassen?

Die derzeitige Ausgestaltung der Straße beantwortet einem die Frage wohl aber diese Eindimensionalität der linken Betrachtungsweise ist ja auch langweilig.

Der Handel mit Ideen, Erzählungen, Bildern und Konzepten wirkt sich im Urheberrecht, Patenten und Lizenzen fort. Gleddruckmaschinen: die Beliebtheit einer Idee.

Trump als Person, was der Mann mit dem Handel seiner Person als Marke alles an Deals eingetütet hat, also neben dem Immobilien Ding und nebenher immer schön die Kernsache, also das stattfinden in den Mainstreammedien, brodeln lassen.

Super Hook der Mann.

/edit Jetzt hab ich das Beste doch glatt weggelassen, die Möglichkeit Bedürfnisse, zum Konsum von irgendwas, zu schaffen von denen man gar nicht wusste das man sie hat. Naja ein andermal.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.