Hauerha

Lobos Artikel und der AufwachenPod haben mich zu zwei Gedanken inspiriert:

Der unreife Extremist in mir, der gerne mal vergisst, dass Gewalt nie eine Lösung ist, weil sie einfach Nichts besser macht, meldet sich bei einigen Vorfällen und Artikel schon mal zu Wort. Der ärgert sich dann, dass die feuerlegenden Protestler im Hambi auch die neutrale Feuerwehr mit Steinen bewerfen. Augenmaß, kenne den Gegner und Sachschaden ist Sachschaden. Personenschaden hat immer ein anderes Level. Kennt eure kommunal aktiven Nazis und habt sie im Auge. Der Punkt zur gezielten Ausdünnung ist noch nicht erreicht. Füße still halten. Der Tipping-Point ist noch nicht legitim realisierbar. Nach der ersten Headline des Magnitz-Vorfalls, war mein Gedanke: zu früh – wartet noch ein wenig. Der muss da lokal ja ganz schon was gemacht haben dieser Magnitz. Mal abwarten was die Täter sagen.

Polizei, Presse und Justiz sind zwar mehrheitlich Durchsetzt von Konservativen, Rechten, Nationalisten aber das Wissen wir schon lange. Es wird nur durch die sozialen Medien und die AfD sichtbar was immer schon da war, in den Köpfen, man musste nur genau genug hinschauen. Daher stimmt der Spruch: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“, heute mehr als früher, es wird gesagt was in den Köpfen ist. Viel geändert hat sich noch nicht. 2015 in Kombination mit den Möglichkeiten des Netzes hat die halt befähigt. Dann sind die 20% rechtskonservative Nationalisten halt in den Parlamenten, eine ehrlichere Abbildung dessen, was linke Kreise schon lange gesehen haben. Fleisch vom Fleische der CDU und FDP in der AfD plus Protestwähler. Die breite Linke war immer schon etwas weiter als die Konservativen: Die Grünen und Die Linke ist Fleisch vom Fleische der SPD. Es geht sich ja um die APO, von beiden Seiten, die den demokratischen Parlamentarismus ablehnt. Den Tipping-Point zu erkennen ist bei einer schleichenden Wegnahme von Freiheitsrechten, natürlich schwer auszumachen. Ich sehe das Fundament nur nicht in Gefahr. Die Briten werden es schaffen Europa durch ihren harten Brexit zu zersetzen und die die am längsten dagegen Ankämpfen werden, sind die deutschen Politiker aber auch nur wegen dem Druck aus den den kapitalistischen Lobbykreisen. Ich gestehe den Briten ungern diese Macht, nur durch den Austritt, zu aber dieser wird in Zwei Jahren hart stattfinden. Das gibt so viel ökonomische Unruhe in Frankreich und auf der politischen Ebene in Deutschland, dass ich mir sicher bin, es passiert etwas nach dem harten Brexit und wenn es der Verlust des Nimbus deutscher Wirtschaftspolitik und damit europäischer Macht ist.

Der organisatorische Rückfall auf die Nationalstaaten auf weniger Verordnungen und gültige Gesetze aus Europa: Ungarn und vielleicht einige andere wollen die Schengengrenze nicht mehr, einige Länder behalten den Euro einige nicht. Jeder nimmt sich die Gesetze und Verordnungen die ihm gefallen und zusagen. Die Fördertöpfe werden zusammengestrichen und reduziert. Die Wirtschaft versucht ihre Interessen am europäischen Handel mit wenig Hürden und Normen fort zu führen, sieht es dann als Chance und so geht die Entwicklung zurück bzw. weiter. Der einzige Vorteil wird sein, dass lokale Politiker nicht mehr auf Brüssel schimpfen können. Aber der unreife Extremist in mir, irrt sich auch gerne und verstummt beobachtend.

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