Who knows

Theorien machen Spaß. Und da diese die Zukunft betreffen, die immer ungeahnter verläuft als gedacht, ist die Spekulation natürlich Teil der spannenden Sache. Schöner sind diese natürlich, wenn Empirie und Zahlen zu Grunde liegen aber ich will ja nicht investieren. Mir reicht oft und fast immer, das Gefühl zu einem Thema. Das ist einfacher als sich einzuarbeiten. Valide zu wägen und zu vergleichen. Gegenargumente zu sammeln. Mein Gefühl sagt mir das etwas im Umbruch ist und die anstehenden Wahlen in Europa, den Bundesländern und in drei Jahren vor und nach Merkel ordentlich etwas passiert. Medial, in jedem Fall. [wirtschaftlich verletzte große Tiere sind gefährlich] Wie weit das in den eigenen Alltag durchschlägt steht auf einem anderen Zettel. Die Krise in den Medien, sollte man als Wink mit dem Zaunpfahl begreifen sich selbst autonomer zu machen, Solarzellen und Stromspeicher im Keller. Kleingartenfläche für eigene Gemüsekulturen sichern. Grundwasserbrunnen anlegen. Ich kann einfach nicht valide bewerten, wie stabil das hier alles ist, wenn ein wenig Niedrigwasser im Rhein schon für Schlagzeilen sorgt. Gold und Silber sind übrigens schlechte Tauschgüter ein LKW mit Wodka ist definitiv das bessere Schwarzmarktprodukt, als Gold. Wir sollten uns schon mal bei den obdachlosen Überlebenskünstlern Taktiken abschauen. Ich werde jetzt nicht als Quintessenz den öffentlich rechtlichen Medien vorwerfen, Angst zu schüren. Egal wovor. Mir ist es nur zu viel kurzfristige Aufregung, anstatt langfristige Strategie.

Ich haue jetzt genau in die Kärbe in die alle Kritiker der Medien hauen, immer der Vorwurf, dass die eigene Perspektive nicht durchdringend vermittelt wird und in der Vielstimmigkeit untergeht. Ein durchdringendes Feindbild zu haben ist keine gute Sache aber etwas was gerne genutzt wird, weil sehr einfach. Am eigenen Unglück muss ja jemand Schuld haben und jemand Verantwort tragen, ehemaliger Arbeitgeber, Politiker, Ausländer, die Briten, Trump, der Chinese, der Russe, die Iraner irgend eine Erklärung werden uns die Medien schon liefern. Als wenn etwas in einer globalisierten Welt noch Monokausal wäre.

Das Einzige ursächliche Mantra was durchgehend bedient wird ist die Wirtschaft, der Handel. Der passiert aber ja nicht im luftleeren Raum und was Wirtschaftlich wirklich abgeht und das die gelehrten ökonomischen Theorien nicht haltbar sind, wird viel zu wenig vermittelt. Dabei sollten wir mal mit den bestehenden Theorien nach denen gehandelt wird beginnen. Ich beklage die Unehrlichkeit in Bezug auf die Wirtschaft, wie wir sie in Deutschland und damit global betreiben. Die Medien scheinen unser Wirtschaften, wie die Demokratie zu behandeln. Das hinterfragt und kritisiert man nicht dauernd und fundamental.

Diese Überproduktionen an Kleidung, Nahrung, Elektronik, Autos usw. Auf die wir hier zugreifen können funktioniert nicht ohne die Ausbeutung und die Übervorteilung anderer. Ich sage ja nicht mal, dass man diese Beenden sollte nur ehrlicher Kommunizieren. Die Ausbeutung nicht nur der Arbeitskraft sondern vielmehr der Natur und der Umwelt hat halt ein Level erreicht, dass wir mal fundamental Neu über bestimmte Dinge nachdenken sollten. Da dies offenbar von innen heraus nicht mehr funktioniert braucht es wohl externe Krisen. Ich behaupte also jede Krise fordert das Hinterfragen der eigenen Lebensweise.

Dieses verhandelt der Mainstream aber nicht adäquat und damit meine ich nicht die guten Beiträge die auf Phoenix Vormittags versendet werden. Sondern dieses durchgehende alles ist hier an die Wirtschaft und Arbeitsplätze geknüpft und der Staat darf nicht Pleite gehen und Schulden machen. Verlierst Du Geld, wenn der Staat pleite geht? Der soll Zinsen Zahlen und Geld einsammeln und investieren, fernab des Umverteilungssystems, was in seiner ineffizienten Komplexität zum Missbrauch einläd und hier sind definitv nicht die Arbeitslosen gemeint. Das geht Jetzt und nicht, wenn hier die alten Ökonomen was von Wirtschaftskrise faseln, dann leiht dem Staat doch keiner mehr Geld. Wir müssten hier Steuern und Sozialabgaben auch mal als Eins behandeln und entweder die Töpfe klarer trennen oder zusammenführen.

Das ist doch alles nur ein Verwirrspiel, das was man vom Lohn oder der Steuerbelastung an den Staat abführt, da durch Steuerberater und -Optimierer die Subventionen die für einen gedacht sind geltend zu machen steht doch denen mit viel Kapital und Umsatz zur Verfügung. Dieses Verwirrspiel beherrschen die großen Unternehmen in Europa, auf die sollte man nicht mehr hören: haben wir jetzt Jahrzehnte gemacht und das hat uns die Diversität gekillt: auf allen Ebenen. Ich fordere also so fundamentale Änderungen, dass du das nicht in friedlichen Zeiten hin bekommst. Diese Idee die ich hier paraphrasiere ist Teil der Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Wenn unsere Wirtschaft abschwingt was ich erwarte, wird medial wieder Zeter und Mordio geschriehen, externe Verantwortung gesucht anstatt ehrlich auf Deutschland zu schauen, Löhne drücken, Arbeitslosigkeit, Unzufriedenheit die in einen politischen Arm fließen wird und dieser wird nicht der linke sein. Ironischer Weise glaube ich, wenn die CDU nach Merkel immer noch regiert und da nicht mal die Interessensvertreter also Lobbyverbände, die sich tief in unseren Staat eingearbeitet haben aus den demokratischen Institutionen verdrängt, wird es nicht besser weitergehen. Ohne selbst erzeugte Krise kannst du eh keine Agenda durchbringen, wenn eh alle Unzufrieden sind mit deiner Politik kannst du machen was du willst. Die Briten und die Berichterstattung momentan ist auch so ein Thema mit viel Potenzial zur Aufregung aber wenn man sich faktisch mal die Möglichkeiten anschaut den harten Brexit noch zu schieben, ist die Aufregung und Berichterstattung jetzt eigentlich viel zu früh und wird nicht als Hook genutzt um mal über die wirtschaftlichen Verflechtungen, Deutschlands in Europa, zu sprechen.

Dann wundern sich wieder alle bei einem harten Brexit wieso da jetzt Milliarden Exportumsätze nicht mehr gemacht werden.

Soll ja niemand aufhören Handel zu treiben und zu Wirtschaften, ich behaupte einfach es wurde zu einseitig auf die Interessen jener gehört die schon Geld und Kapital haben. Wie gehabt ich irre mich auch gerne und beobachte hier nur.

Die Forderung nach mehr nationalem Wirtschaftsbewusstsein, zum demokratischen Vorteil der Mehrheit ohne die Kosten für die Minderheit der Kapitalstarken zu hoch zu treiben, wird wohl nicht funktionieren.

Die können dann leichter die klassischen, privaten wirtschaftlich angeschlagenen Medien instrumentalisieren, was über jede Werbung für Konsum oder Verischerungsprodukte geschieht, als auch sich den Zugang zu den öffentlich rechtlichen als starke Interessensvertreter einer Branche also Lobbyist, im öffentlich-rechtlichen Tv, sichern und als ein Faktor eine Intessensgruppe, auf die weiterhin gehört werden sollte darstehen. Wie das auch funktioniert, konnten wir in den USA in Bezug auf Obamacare beobachten. Da wurde eine mediale Kampanie gegen die Krankenversicherungsreform gefahren, ähnlich wie die die wir hier vor und um die Agenda 2010 gegen Arbeitslose hatten.

Ich weiß auch gar nicht mehr in welchem System ich mich hier überhaupt befinde: Entweder es ist gewollt, dass es nur so wenige Konzerne für kritische Infrastruktur gibt wie Autobauer und Stromnetzbesitzer und Telekomunikationsanbieter wie die Telekom und die deutsche Bahn oder wir lassen hier mal Wetbewerb zu, auch in Bezug auf andere Anbieter auf der Scheinennetzinfrastruktur. Können wir darüber demokratisch Abstimmen ob die Trinkwasserversorgung ähnlich wie die Stromversorgung gehandelt werden darf ? und auf welchem Level? National Europaweit oder Weltweit?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.