Rick und Morty

Es gibt ja immer unterschiedliche Möglichkeiten bzw. eigentlich Perspektiven um sich einem Sachverhalt zu nähern, problematisch wird’s wenn beide Argumentationsketten schlüssig sind. Um mich dann irgendwie zu retten, aus dem Problem das die Agnostik streift, erkläre ich beide Schlüsse für die Zukunft oder Zukünftiges betreffend und diese für ungeschrieben. Wird sich zeigen wer Recht behält. Ungenommen dabei die Perspektive auf Vergangenes. 

Ich hab also zwei Personen dessen Sicht, bzw. die Schlüsse daraus, auf das Verhalten des jeweils anderen ich nachvollziehen kann. Wäre ich jetzt Freundschaft- oder Paar- bzw. Beziehungstherapeut würde ich nach dem Lösungswillen fragen also wollt ihr noch was mit einander zu tun haben oder euch mit dem Arsch nicht mehr anschauen? Und von dort weiter arbeiten. Erst mal das Ziel klären, das Ergebnis wo man denn hin will.

In Bezug auf die gesellschaftspolitischen Fragen, scheinen wir in der beständigen Einigungsunfähigkeit auf die Probleme und Problemstellungen fest zu stecken. Alleine weil wir unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Interessen die Gegeneinander stehen haben. Der Vorteil des einen, ist der Nachteil des anderen. So glaubt der Marktaufteilende. Das zum Beispiel Armut oder Unzufriedenheit auch für begüterte Personen durch die Kriminalität zum Problem wird, vergegenwärtigt man sich seltener. Alle Schichten sollten ein vitales Interesse haben die Unfähigen mit zu ziehen. Jetzt ist auch das wieder ein spaltendes Vorurteil, dass Personen mit Kapital und dem Schäfchen im Trockenen, sich nicht wertkonservativ christlich also im Grunde sozial engagieren oder eine höhere Steuer für sich selbst oder ihre Schicht fordern.  

Die Unzufriedenheit bekommst du nie besiegt, den Drang das es noch besser ginge oder man noch mehr Geld verdienen, Tiere retten, Kinder glücklich machen oder Rentner aus der Einsamkeit holen könnte.

Ruhige gelassene Zufriedenheit die zur Untätigkeit animiert da eh alles gut verlaufen wird, ist nun nichts was die externen Ansprüche an einzelne Personen durch ihre Rollen in den Gruppen in denen sie sich bewegen fördert. Sollte der innere Antrieb mal ausbleiben reißt einen die Alltagsroutine, in der Rolle als Freelancer, Arbeitnehmer, Unternehmer, Mutter oder Partner  wieder in die Aktivität. Buddhistischer Stillstand, Antriebslosigkeit als Geschenk, ist dem [An-] Triebgesteuerten nun nicht immanent. Das Schöne dabei ist die Freiheit sich entweder in ein Kloster zu setzen oder sich maximal in die Gruppen zu begeben die einen Fordern, wie Parteien, Vereine, NGO´s … Es ist sehr leicht sich von den Gruppen und auch dem Ort in dem man aufwächst gefangen zu nehmen, Routinen zu etablieren und Möglichkeiten um die man nicht trauern sollte liegen zu lassen.  

Die Fähigkeit zum zufriedenen Leben kann man bemessen. Quantitativ. Linke und im Grunde auch Liberale gehen immer vom Kapital aus das Helfen oder Schaden kann, das ist nicht falsch aber auch nicht die ganze Geschichte. Gewalt als Gradmesser ist eine Leitschnur. Daher sind nicht nur die Morde bzw. der Totschlag der verübt wird interessant sondern auch die Suizidrate. Polemisch ausgedrückt: sollte es die Politik kümmern, wenn ihre Bevölkerung zunehmend den Freitod wählt und das 10 Mal so häufig, wie sie sich gegenseitig umbringt. Unter dem schwammigen Begriff der Unzufriedenheit lassen sich noch andere Zahlen hinzu ziehen, die Drogen also Alkoholabhängigen zum Beispiel, der Bedarf an Psychotherapeuten und die Häufigkeit der diagnostizierten Depression bzw. des Burnouts.      

Vielleicht landen wir am Ende doch wieder beim Geld, wenn die mit einer guten Pension also Rente versorgten Beamten im Schnitt 11 Jahre länger leben. 

Es wäre anmaßend zu behaupten, dass nicht jede Idee die ich habe schon mal ein anderes ausgearbeitet hat, mir bleibt maximal eine neue Kombination der Ideen.    

Ein Ministerium für Zufriedenheit, wie es die Briten betreiben ist also gar nicht so abwegig, um Studien zu sammeln und zusammen zu stellen. Man kann viel argumentativen Schindluder mit Zahlen betreiben. Also irgendwie schafft es Deutschland und Europa ja zu Argumentieren, dass Waffen produzieren im Grunde durch die Arbeitsplätze und die Gewinne bzw. Steuern aus diesem Wirtschaftszweig glücklich oder zumindest zufrieden machen. Sollte jemand etwas dagegen sagen, dann legen die ihre Zahlen zu der hauseigenen Forschung und Entwicklungsabteilung vor aus der auch nicht militärische Patente kommen. 

Ich steige da argumentativ dann irgendwann aus, als Strategie fällt mir zu diesem Thema dann nur ein, dass gepanzerte und Minenräum -Fahrzeuge, Schutzwesten, Helme und Drohnenabschussanlagen, wie sie VW zum Schutz vor Spähern betreibt vielleicht noch okay sind, also echte Passivbewaffnung die nicht missbraucht werden kann. Aber ich lebe da gedanklich auf nem anderen Stern. Pispers nannte das mal globale Systemangebote, wir sind auch einer der größten Protesenhersteller, am globalen Markt. Dieser Logik nach könnte eine Grüne Regierung die den waffenproduzierenden Zweig nicht komplett abschaffen will, vielleicht doch Passivbewaffnung fördern wie Verneblungsanlagen, für den nahen Osten, gegen die Drohnen die von Rammstein aus dort Ziele ausspähen und erfassen.

Von wegen Militär macht nur glücklich und zufrieden, wenn der Feind vor der Tür steht…