Scholz

Ich möchte Frau Ganmelin natürlich nicht persönlich angreifen ich teile nur einige der Perspektiven und die Argumentationskette nicht. Daher ist es ein hervorragender Artikel, um sich daran abzuarbeiten, antriggern zu lassen.

Commerzbank und Deutsche Bank sind tote Pferde, das was geplant ist also der Stellenabbau und die Verkleinerung bzw. Fusionierung ist schon das kleinere Übel.

Das was der Staat mit Milliarden vor Zehn Jahren verhindert hat realisiert sich jetzt langsam. Der Zusammenbruch des europäischen Bankensystems, da diese alle Anteile aneinander hielten, der einer digitalen Massenvernichtung gleich gekommen wäre, wurde verhindert. Am Ende zählen die Dinge die physisch vorhanden sind. Nach dieser Kapitalvernichtung, wäre es wie nach jedem Krieg wieder weiter gegangen und die FinTech-Angebote hätten sich vielleicht schneller etabliert, wie die private P2P-Kreditvergabe. Wer hat denn hier noch Spareinlagen die nicht vernichtet wurden? Viel bedenklicher war das, was sich die Landesbanken geleistet haben. Diese Thatcher-Ideologie, die den bescheißenden Finanzmarktkapitalismus beförderte, mit undurchschaubaren Produkten endet hoffentlich durch Regulierung auch wieder. Was ist das Ausrauben einer Bank, gegen Ihre Gründung? Verbrechen ist vielschichtig.

Ich glaube ja nicht, dass eine Entlassungswelle, von Bänkern unbedingt breiten Unmut an der SPD Basis fördert.

Früher gab es mal den geflügelten Ausspruch: Das tut man nicht. Ähnlich verhält es sich mit Jobs der einen Anzug erfordert, sei es als Autoverkäufer, Banker oder Versicherungsmakler.

Die die wirklich Schaden anrichten können, tragen Anzüge. Da eine neue Generation Hoodie tragender Unternehmer auftritt, setzt sich diese Erkenntnis wohl langsam durch, das Blendwerk des Anzugs verliert seinen Effekt.

Ganz grundsätzlich nimmt man keinen Job an, bei dem man genötigt wird mit einem Strick um den Hals rum zu laufen der einen das Blut zum Hirn abschnürt. Es sei denn man steht an der Tür.

Entlassungen egal in welcher Branche und in welchem Bereich, stellen mit einem gut ausgebauten Sozialsystem kein großes beklagenswertes Problem dar.

Anstatt unter Schröder Anreize zu schaffen dem staatlichen Versicherungssystem mehr vom Lohn zur Verfügung zu stellen und damit individuell höhere Ansprüche zu erwerben, war das nicht die Marschrichtung in die sich die Politik begeben hatte, geht in die privaten Versicherungssysteme. Super Idee.

Wie kann man Zehn Jahre und länger bei einer Bank beschäftigt sein und einen Lebensstil pflegen der es einem nicht ermöglicht für schlechte Zeiten, wie der between two jobs, Geld zurück zu legen? Im Maschinenraum des Kapitalismus anheuern und dann die Aussagen des Captains nicht kennen? Der was von Eigenverantwortung und Privat vor Staat und selbst schuld erzählt?  Je höher die Rendite desto höher das Risiko. Je höher das Gehalt desto mehr Eigenverantwortung, mit dem Kapital gut um zu gehen. Ich bin mir nicht sicher ob eine Umfrage, bei dieser Angestelltengruppe mehr Mitleid zu Tage fördert oder gar entrüstende Empörung, als noch bei den Schleckerfrauen.

Scholz kritisieren ist nicht so einfach, HSH mal ausgenommen. Erst einmal fügst du dich und erarbeitest dir dann Vertrauen und damit Möglichkeiten, gehörte Vorschläge zu machen.

Die Politik der ruhigen Hand, kann auch notwendig sein um nicht allzu viele Leute vor den Kopf zu stoßen und wenigstens etwas zu erreichen, ist zu gleich aber angepasste mutloses Agieren, was trotzdem in die richtige Richtung gehen kann. Das Ende des moderaten Merkelzeitalters, sehe ich bei Scholz nun so gar nicht und irgendwie hofft man ja, dass mal jemand gegen Widerstände, das Ruder rum reißt. Die mediale Begleitung der Schröderpolitik damals wo wir uns alle massenhafte faule Schmarotzer herbei fantasiert haben und das Prekariat als feindlich bis schädlich definiert, war übel. Ich werde heute noch innerlich aufgebracht, wenn ich an Clement und Müntefering denke. Hybrid Förderung also, völlig bescheuert dieser Zwischenschritt der zwei bilanziell, negative Technologien vereint.

Hat doch niemand was gegen kluge Wirtschaftsförderung, warum sich die Biogasanlagen nicht durchgesetzt haben und den selben Effizienzentwicklungspfad genommen haben, wie die Generatoren in den Windkraftanlagen, in Bezug auf die Gülle die uns das Grundwasser versaut, liegt auch an mangelndem Interesse und der Förderung zum Mut, in gute Technologien zu investieren. Ist ja nicht so, dass man nur Beraterverträge mit McKinsey abschließen kann sondern auch Gutachten, von Unis bezahlen. [Der  Victimisierungsbericht, von 2015,  war ne pro bono Arbeit, wer bezahlt hier für Studien?] Die Festsetzungen, in Bezug auf die Mehrwert/Umsatzsteuer und welcher Industriezweig dort nur 7 % bei den Produkten draufschlagen muss, als wenn das logische und nicht nach Lobbyinteressen austarierte Sätze wären.

Alles wird gut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.