Storytelling

Ach, wenn wir hier schon die offensichtlichen Geschichten erzählen, wobei ich nicht weiß welchem Puplikum das nun Neu sein sollte oder gar überraschen: Aus der im Westen beheimateten WASG also der „Wahlalternative soziale Gerechtigkeit“ und der im Osten verankerten PDS gründete sich dann die Linke. Lafontain war nicht gegen die SPD sondern eben nur gegen ihren Kurs, die Hoffnung lag darin das Stigma der DDR-Partei loszuwerden und diese so koaltionsfähig mit der SPD zu machen.

Der linke SPD-Flügel flüchtete dann auch in die Linke und wartete dort auf die SPD, die zu sich und damit zu dem Teil von ihr, den sie verloren hatte, schon irgendwann zurückfinden würde, nach Schröder, Müntefering, Clement und anderen.

Die Jusos waren gefühlt in ihren Diskussionen und Positionen schon immer da wo sich auch die Linke verortete, nur irgendjemand oder eine mitgeschleppte Eitelkeit, parteiintern, Plus der medialen Meinungsmacht und Mache, der Medien die Schröder brauchte (also irgendwo bei RTL und Bild), der Liberalen und vor allem der Rechten aus CDU und CSU dem natürlichen Fress- und Zersetzungsfeind, die die SPD als Steigbügelhalter missbrauchen wollte und konnte, redete der natürlichsten Konsterlation von allen also Rot-Rot-Grün, die sich im Zuge der Oppositionszeit finden sollte, ein, dass dies vom Teufel sei.

Der sich selbst verordnete Erneuerungsprozess, der jene alten Personen, die das Bild einer DDR-Partei und der Linken als Feind und nicht als nützlicher Konkurent, pflegten, jener Prozess der diese Ansichten aus der Partei kegelen sollte, um sich neu und mit klarem Bekenntnis aufzustellen, wurde durch einen erneuten Regierungseintritt, eine erneute GroKo, verhindert.

Um diesen nützlichen Prozess hat die SPD-Spitze ihre Genossen und  viel mehr noch die beobachtenden Wähler betrogen, durch den Eintritt und das Fungieren als Steigbügelhalter für die CDU: Dem natürlichen Fressfeind der schneller mit der AfD koaliert, als die SPD die Linke als doch regierungsfähig definiert. Die CDU wird die Standards die sie an die SPD stellt durch Defamierungen der Linken als Mauerpartei; für sich selbst und gegenüber der AfD, wenn es um Macht und Kontrolle geht nie anlegen. Ja aber das sind Nazis, ja und ? Wir wollen ja regieren und keine Nazigesetze machen.

Die beste Sozial- und Umweltpolitik aus der Regierungsverantwortung heraus, brächte der SPD keine Wähler wieder, ausser in einer langen linkspopulistischen oppositionellen Phase, wie sie Westerwelle 11 Jahre auf einem anderen politischen Feld betrieb: um dann nicht liefern zu können.

Kurzum irgendjemand in der SPD hat das mit den Medien, dem Zeitgeist der bei klarer Position auch wieder für einen spricht [siehe Grüne] und dem Storytelling von Entwicklung und Glaubwürdigkeit, vor allem mit der Macht und dem wichtigen klaren Feind- und Feindbild nicht so richtig verstanden.

Wenn eure Politik mal so bleibig war, dass sie unter Schröder neoliberal wurde und jetzt auch unter CDU-Führung funktioniert, habt ihr kein klares Leitbild, keine Ideale und keine Vision die über die harte alltägliche Arbeit die ihr im Bundestag leistet hinaus reicht .

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