Das wird nicht besser

Die Mehrheit der Bevölkerung gibt in Umfragen ein hohes Vertrauen gegenüber dem Freund und Helfer an, etwa 80% . Durchschnittlicht herrscht also die Auffassung, des Bürgers in Uniform der für Recht und Ordnung sorgt, den man an-rufen kann und der kommt und hilft, sollte man ihn brauchen. Von jungen Familienvätern und Müttern die ihren Kopf bei Demos und Fußballspielen hinhalten und massig Überstunden vor sich herschieben, mit ähnlich anstrengender Schichtarbeit, wie beim Krankenhauspersonal. Verkehrsüberwachung und Unfallaufnahme, Ruhestörungsfälle und Schlägereien, BTM-Delikte und Diebstähle bis hin zur Einbruchsaufnahme.
Je nach Region beklagen sich einige Beamte, dass sie aufgrund der geringen Personaldecke nur noch zur Feuerwehrpolizei werden, also nur noch dahingehen können wo sie hingerufen werden.
Fragte man den Bürger ob er gut bezahlte und ausgebildete Beamte mit der Möglichkeit zur Regeneration und einem guten Arbeitsklima möchte, würde das die Mehrheit der Befragten sicherlich bejaen.
Jemand der in einer größeren Stadt jeden Tag ehrenamtlich bei der Tafel hilft, wird ein anderes Verständnis von der Dimension der Armut bekommen als jemand der sich auf diesem Feld noch nie umgetan hat.
Da du als Polizist auf der Straße aber sehr wahrscheinlich auf die 20% der Bevölkerung triffst für die du vor langer Zeit schon vom Freund und Helfer zum Feind und Behinderer geworden bist, die kein gesteigertes Interesse an Kooperation zur objektiven Feststellung des Sachverhaltes haben, macht das den Job eben nicht unbedingt einfacher.
Nach einer anstrengenden fordernden Situation, Respektive Schicht, muss du das Ganze ja auch noch runter schreiben.
Wieviel Objektivät kannst du von jemandem erwarten, der für jede routiniert gewaltsame Festnahme eine Begründung der Angemessenheit finden muss?
Das Menschen, die kein gesteigertes Interesse haben, dass die Beamten sich einmischen diese Beleidigen finde ich jetzt nicht verwunderlich, das diese Beleidigungen zunehmen ebenso wenig. Ein Ausdruck der Ablehnung der akut stattfindenden Maßnahme.
Erhöhte man die Einsätze würden Gewalt und Beleidigungen gegen die Beamten ebenso zunehmen.
Als bewaffneter Sozialarbeiter der es mit schwierigen Kunden zu tun hat und dies in Großstädten täglich, würde über die Monate mein Tolleranzlevel an dem was ich mir bieten lassen muss auch sinken. Plus der Schilderungen von Kollegen auf der Dienstelle.
Nach dem Lesen des Artikels kannst du den statistische Durchschnittsfall sofort schildern:

Fahr am Wochenende in einer Großstadt Wach- oder Streifendienst und begibt dich in einer Gruppe männlicher Alkoholisierter.

Meldet der Bürger die Kellereinbrüche oder Fahrraddiebstähle nicht können auch keine qualifizierten Aussagen über die Häufigkeit dieser Delikte getroffen werden.

Schafft man keinen Raum für Beamte, sich über defizitäre Strukturen beschweren zu können, ohne die Angst vor Repressionen durch Kollegen und sei es nur um das problematische, weil unverhältnismäßig gewaltaffine, Verhalten eines Kollegen einer externen und damit objektiveren Bewertung zu unterziehen, enthälst du der Polizei damit jede Möglichkeit vor, sich zu entwickeln.
Bedeutet im Umkehrschluss je mehr Gewalt die Beamten gegen sich notieren desto höher die politische Notwendigkeit die Innenrevision der Polizei auszubauen und auf unabhängigere Füße zu Stellen und dass die Innenminsterien der Forschung Zugang gewähren.

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