Positive Staatsverschuldung

Der ökonomische Mainstream, der Geldpolitik, der in die Politik hinein wirkt ist falsch. Die Berechnungsgrundlagen, wie hoch ein Staat bzw. Staaten unter der EZB sich verschulden können und wieviel Geld erzeugt/geschöpft werden kann bis die Geldentwertung also die Inflation/Preisstabilität leidet, sind falsch. Eigentlich ist durch die am globalen Geldmarkt agierenden Banken zu viel Geld erzeugt worden. Das Berechtigungssystem, was das Kapital an das du glauben musst, damit es funktioniert/gültig ist, erzeugt, unterliegt nicht den Formeln die die Ökonomen als gültig definiert haben. Das Rating also Bewertungssystem zur Definition der legitimen Staatsverschuldungshöhe, ist offenbar willkürlich.
Es gibt den Faktor des Glaubens, der Spekulation bei der Verschuldung und Geldschöpfung durch Privatbanken. Der Glaube, dass eine Unternehmung und ein Geschäftsmodel gelingt und die Annahme also der Glaube, dass die Konjunktur positiv verläuft, die Absätze steigen. Eine positive Grundstimmung, die medial und aus dem politischen Feld verbreitet wird, kann also ein Faktor sein.
[Bezeichnent war die Bemerkung von Olaf Scholz, der viel zu zaghafte Ausruf auf die Finanzen zu vertrauen und die Ämter ordentlich zu besetzen, mit jenen qualifizierten Angestellten in den Bau- und anderen Ämtern die der „freien“ Wirtschaft auch durch Bewilligungen zuarbeiten.]
Die Skepsis an der Konstruktion des Euro-Währungsraums, seiner Regulierung war richtig.
Die Erklärung, dass die Staatverschuldung irrelevant sei und alle Banken in Europa dem Staat gehören, im Ernstfall – der nach einem harten Brexit eintretten kann- bekommt man nicht in die Köpfe. Der Glaube, dass die Staatsverschuldung, der Währungsraum, ein Problem sei ist zu lange gepflegt worden.

Auf der mentalen Ebene des Glaubens an Europa, wird diese geistige Torpedierung durch den Brexit dazu führen müssen, dass den Euromitgliedsstaaten eine viel höhere Staatsverschuldung zugebilligt werden muss. Wir haben katalanische Abspaltungstendenzen beobachten können, die französische en Marche Bewegung die sich dann wieder gegen Marcon richtete und zu den Gelbwesten führte, verzweifelte Italiener die rechts und links Wählten und natürlich keine gute positive mediale Erzählungen über die wichtige europäische Vereinigung.
Ein lang anhaltender wirtschaftlicher Abschwung der bei unserer Jugend nicht in die Mobilität, wie bei den jungen Spaniern, Polen und Italienern führt sondern in die aufkommenden nationalistische Tendenzen, kann ein gefährliches Ergebnis der Unzufriedenheit sein.

Erkläre wirtschafts und neoliberalen Kapitalisten mal, dass alle Macht auch die des Wertes ihres beweglichen Kapitals und Anteile, ob erarbeitet oder ererbt am Ende und am Anfang der Gesellschaft also dem Staat gehört.