NEIN Miez böse Miez

Uh, in diesem Internet bilden sich die Gesellschaften und deren Diversität ab. Lass uns dieses Internet Einschränken, Blocken, Löschen, Analysieren und nicht die Gesellschaft die diese Diversität produziert hinterfragen und darauf vertrauen, dass „der Mensch“ sich schon finden wird. Wir und nicht diffuse Mehrheiten und Gruppen die sich finden, müssen hier Steuern und Regulieren. Das geht nicht, dass sich hier über verschlüsselte Messenger unterhalten wird, wo kommen wir denn da hin, wenn alle gleichwertig die Technik nutzen können, für die selben Dinge die die auch ohne die Technik gemacht hätten. Uh, das böse „Dark Social“ wird uns alle killen, nachher schicken die sich illegale Kopien der ersten 20 Grundgesetzartikel zu, wo schlimme Dinge, wie „Eigentum verpflichtet“ und „Enteignung ist möglich“ drin stehen.

Alles über Bildschirme oder Papier und Sound Präsentierte, sind die Schatten an der Höhlenwand die die echte Welt wirft. Tv und Monitor aus, Smartphone weg und n Spaziergang machen. Deckt sich dein online und offline noch?

Subjektiver Konsum

Wenn ich so passiv die Mainstreammedien auf mich wirken lasse ohne aktiv nach einem Thema zu suchen, sondern einfach die großen NewsWebseiten bei uns und Öffentlich-Rechtlichen durchgehe, ist Frankreich momentan etwas unterrepräsentiert, von der Analysetiefe her. Wiege ich das gegen die Anzahl der Artikel und News über die USA auf, dann frage ich mich wer eigentlich unser europäischer Nachbar ist, mit dem wir erst vor kurzem wieder einen Vertrag geschlossen haben.

Das gilt auch für die anderen Neun europäischen Länder um uns, was haben die Niederländer eigentlich gerade so in ihren Tageszeitungen stehen? Die internationale Presseschau, ist ja immer eine minimale Möglichkeit sich um zuschauen.

Wir müssen uns da mal ne Thementopic-Software bauen, ich will wissen was deren Medienmainstream diskutiert. Das gibts bestimmt alles und es ist meine persönliche Bequemlichkeit und Faulheit, mich selbst nicht zufriedenstellen vernetzt zu haben. Früher mussten Journalisten und Korrespondenten vor Ort die wichtigsten Zeitungen aus der Region zur Hand nehmen, heute sammelt Google die Überschriften und Texte der Zeitungswebseiten und Blogs und Analysiert die Verbreitung und damit auch indirekt die Wirkung. Von Twitter und Facebook will ich gar nicht anfangen. Ich ahne, dass ich keine Ahnung von der Datenakkumulationstiefe der Werbung ausspielenden Netzwerke habe, die auf die öffentlich zugänglichen Texte zugreifen.

Die schiere Masse ist natürlich ein Vorteil um darin zu verschwinden. Irgendwie super beruhigend ein Idiot von vielen zu sein. Ab einer gewissen Reichweite und Verbreitung stellt sich ja auch irgendwie mehr Verantwortung ein, wer will das.

Lieber die Sketche schreiben und Verkaufen als, wie Martina Hill selbst vor der Kamera zu stehen. Lass Geld anstatt Anerkennung und Bekanntheit fließen, social fame als Währung, ist ja auch nicht für jeden etwas. Das Thema ist echt wichtiger als die Person. Herr Relotious.

Über die Problematik der massenhaften gescheiterten Musiker haben bestimmt schon viele geschrieben. Einerseits willst du das Leute das Zeug konsumieren was du produzierst, das sie es wahrnehmen, anderseits willst du aber auch Geld. Lösungen sind immer Netzwerke und die Rolle die du darin einnimmst, nur Interessengruppen können gemeinsam Ansprüche geltend machen. Die richtigen Leute müssen dein Zeug, bewerten und gut finden und es weiter tragen.

Verkaufst du Dich oder deine Kunst? Spannend ist dann die Fusion bei der Vermarktung von Erotikdarstellern bzw. Pornodarstellern.

Neue Standarttheorie dort: ist, dass die Qualität der Filme egal ist, es geht sich nur um die Sympathie für die Darstellerin, die halt auch mal nackt ist aber im Grunde ständig verfügbar, es wird auf die Nähe und Sympathie gesetzt, wir ballern den angeregten Kunden mit Newsletter, Whatsapp und Camauftritten, Bilder und Videos zu, erhöhen die emotionale Bindung durch die virtuelle Anwesenheit. Als ich damals mein erstes Tamagotchi in der Hand hatte dachte ich noch:

Pass auf, das sind bald keine süßen Tiere mehr sondern virtuelle Frauen. Es gab zwar so ein Game aber ich beobachte eher die Darstellerin, die sehr viele Tamagotchis füttert, natürlich mit Netzwerk und Infrastruktur im Hintergrund. Neu ist die Sache, dass Männer ihren Trieb durch die soziale Interaktion leiten nicht, gab es bei den teuren SMS-Diensten damals schon.

Nächste Behauptung wäre, dass du dies unabhängig vom Aussehen und Geschlecht machen kannst.

Kommen wir zum Recht auf Vergessen und dem Schutz in der Masse. Natürlich ist es für die Abiturientin mies, wenn ein Nacktfoto durch das Netzwerk der Smartphones, der Personen geht die sie täglich sieht. Liegt das Zeug aber in der Masse der akkumulierten BilderDatenbanken von Privatpersonen, taucht bei den Facebookcleanern und den NSA-Mitarbeitern und in den Google-Picturedatenbanken auf, ist es ein anzügliches irrelevantes kontextfreies Foto von Milliarden, so fern keine Metadaten enthalten. Extrem befreiend sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen oder den eigenen Körper oder damit selbstbewusst um zu gehen.

Selbst, wenn das Netz nichts vergisst, so ist die schiere Masse, ähnlich wie bei einer großen Demo oder den Gelbwesten doch ein Schutz. Gefährlich ist eher die Frage ob diese allgemeinen Regeln gehorcht und zu steuern ist. Ich behaupte, so lange wir kritisch gegenüber allem was eine Abbildung ist, sind. Sind wir geschützt. Das reale Leben, ist dort wo ich Menschen in die Augen schauen kann, das zählt.

Der Russe hat die Wahlen in den USA über gesteuerte Facebookblasen manipuliert: Biggest Bullshit ever.