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Label, Siegel, Marken, Zertifikate sind ja im Grunde doch auch nur ausgelagerte Bewertungen oder Perspektiven auf die man unhinterfragt vertrauen soll oder muss, weil man keinen Zugang zum Kerndatensatz hat oder zur endnutzerfreundlichen Zusammenstellung.

Macht ja auch Arbeit, mit dem Smartphone jeden Barcode eines Produktes ab zu scannen um Nährwertinformationen, Verpackungszusammensetzung, Produktionsbedingungen und Lohn der Mitarbeiter in Erfahrung zu bringen. Dann lieber n Label.

So wie ich Kinder mag die alles Hinterfragen und neu auf die Dinge schauen, so mag ich Flatearther oder Chemtrailanhänger. Klimatechnisch ist das mit dem Kerosin [und dessen reduzierter Besteuerung] halt echt übel und wer sich mal die globalen Flugbewegungen anschaut wird erkennen, dass das nach dem Auto das nächste Thema sein wird, also lassen wir die Chemtrailer.

Flatearther bauen dann halt Raketen um ihre Theorie zu bestätigen, kein so schlechtes Ergebnis, des Zweifelns und Hinterfragens. Impfgegner sind mir natürlich wirklich ein Dorn im Auge obwohl Skepsis gegenüber der Pharmalobby sonst sehr gut ist. Aber auch Newton schob sich einen Dorn ins eigene Auge um es zu verstehen.

Sobald Gutachten, Studien seien sie medizinisch oder wirtschaftstheoretisch induziert oder aus irgendeinem anderen Wissenschaftszweig, mit so viel Fachvokabeln voll gestopft sind, dass diese kein Fachfremder mehr lesen kann, braucht es Marken oder Label in Form von Journalisten oder deren etabliertes Puplikationsmedium um den Sachverhalt dar zu legen.

Das ist natürlich ebenso herausfordernd, wie der Versuch „leichte Sprache“ auf staatlichen und einigen privaten Onlineangeboten anzubieten.

Dort vertrauen wir also auf eine Gruppe. Warum sollten wir dann nicht auch auf Gruppen vertrauen die auf die Straße gehen?

Wenn du selbst Zufrieden bist und kein allzu durchdringendes Problem siehst, auf welchem gesellschaftlichen Feld auch immer, warum solltest du dich mit dem negativen Zeug oder den Problemen der Anderen auseinander setzen? Die du argumentativ für Schwachsinn hältst. So im privaten meine ich. Der Hobbypsychologe, in mir, fragt nach dem Gefühl dem die schwachsinnige unhaltbare Argumentation voraus geht. Fernab der Gruppen in denen du dich bewegst, was motiviert dich? Ein Bedrohungsgefühl? Veränderungen die zu schnell ablaufen? Hat die Beschleunigung, der Diskurse zugenommen?

Oder nur der Nachrichten die du dir reinziehen kannst? Muss ja irgend eine Ursache geben das mir die Idee der Nachrichtendiät bekannt ist.

Gaaanz platt ausgedrückt: Nachrichten haben die Tendenz Negatives zu beschreiben, die digitale Vernetzung hat zugenommen und Menschen mit total abwegigen oder sehr realen Problemen vernetzen sich und erkennen: Moment, da sind ja noch mehr Xenophobe, wie ich. Oh da gibts noch mehr Unzufriedene.

Nun gibts genug die sich denken: Ach lasst mich mit eurem Scheiß in Ruhe ich will das alles so bleibt wie es ist, Fleisch, Sex, Auto, die Rolle der Frau, Löhne, Feindbilder ….

Es gibt keine wütenden bzw. unzufriedenen Bürger die Unrecht haben. Du kannst dir deine Unzufriedenheit durch die Gruppen in denen du dich bewegst, offline wie online, zwar in Bahnen lenken lassen, das enthebt aber nicht den ersten Impuls.

Now we are talking. Das stärkste Kriterium sind Boots on the Ground. Verpackungsbeschriftungen, Zeitschriften, Smartphone, TV, PC alles erst einmal virtuelles Zeug und natürlich mit Wirkung [worüber Schreibe ich hier die ganze Zeit?] aber die organisatorische, soziale und alltagsdurchbrechenste Hürde sind, die Demonstrationen. Die Effekte, die bewaffnete junge Männer in anderen Regionen ausmachen, sind ebenso stark wie die Effekte, die flüchtende Personen ausmachen. Was den ein oder anderen Soziologen auf die simple aber doch naheliegende Idee, des steigenden Konfliktpotenzials, je mehr junge männliche Bevölkerung in einer Region existiert desto höher das Kriegspotenzial, gebracht hat.

Du kannst Demos, Events und Konzerte, Krieg und Fluchtbewegungen aber jetzt hier nicht in einen Topf werfen und verrühren. Ja doch, schauen wir mal wie es schmeckt: Trump [a fuck here we go again] veranstaltet doch Events zu denen man hingehen kann um seinen Emotionen, ähnlich wie bei einem Rockkonzert freien Lauf zu lassen. Um sich seinen medialen Backup zu holen, geht er in die Realität der Veranstaltung, die andere Politiker für trockene Reden nutzen. Für die Besucher gibt es das bestätigende Gruppengefühl, für die Medien zweifelhaft schöne Bilder und etwas was sie vermelden können.

Obama hat noch die SpotifyPlayliste genutzt, Trump Twittert halt. Meine Idee wäre, bei der Menge an Tweets: Schaut da nicht hin oder schaut anders darauf. Entzaubern durch Analyse, welche seiner Tweets werden, von wem geliked, bekommen diese erhöhte Aufmerksamkeit, weil sich Medienschaffende daran Ereifern und diese daher populärer machen? Sind das immer die selben Accounts die auf ihn anspringen usw.

Nicht die Russen hacken da am Mediensystem herum, der Präsident macht das: You created a Newsmonster.

Moment mal- Virtuelles und Reales. Sieht die reine kapitalistische Lehre vor, dass kontrollierende, etablierte, finanz- und damit wirkmächtige globale Konzerne still ihren Niedergang hinnehmen und nicht jede ihrer gesellschaftlichen Vernetzung, nach Unten wie nach Oben, nutzt um sich zu wehren?

Willkommen bei dem Feindbild der raubmordkopierenden Urheberrechtsverletzer und ihren mp3s. Die Geschichte der Musikindustrie geht ja weiter, iTunes und die extreme Zunahme von Konzerten und Veranstaltungen bzw. Festivals, um noch Geld an und mit den Künstlern zu verdienen.

Bedeutet, über die Zeit gesehen hat die Digitalisierung zu mehr Boots on the Ground geführt.

Ja aber das ist ja alles kapitalistisch instrumentalisiert. Eintritt und so.

Beobachtet ihr auch die Strategie, der Machthabenden, die durch öffentliche Proteste in einer Region auf den Einfluss, des Auslands zu verweisen?

Dabei muss der Feind oder Gegner immer diffus bleiben sobald er nachvollziehbare Interessen hat könnte man gegen diese ja agitieren, nur Feindbild ohne Charakteristika ist ja auch zweifelhaft. Der Feind oder wirtschaftliche Konkurrent der dann auch noch unfair Spielt dient halt als Legitimation für das eigene Handeln. Böses China aber auch, gegen die brauchen wir, unbedingt große europäische Unternehmen, wie Siemens und Alstom.

Die Feindbilderzählungen von früher, funktionieren in dieser simplen Form jedoch nicht mehr. Weil der westliche Konsument komplexere Modelle gelernt hat anzunehmen. Subversiv durch Serien vermittelt.

So wie der Serienkonsum und die Storys in ihrer Komplexität zugenommen haben, so hat sich etwas Entscheidendes beim Storytelling verändert, der nicht mehr nur unhinterfragt gute Hauptdarsteller der die Sympathien des Zuschauers braucht um nicht in den Ewigkeiten des Serienendes zu verschwinden. Die motivierte Ausdifferenzierung des Hauptdarstellers, war die entschiedene Evolution der Serien, in der letzten Dekade. [America im Wohnzimmer, ein arte Vierteiler nimmt diesen simplen Punkt ins Visier]

Mächtige die Demonstrationen fernab des relevanten, wirkmächtigen Ortes verlagern, um den medialen Impakt klein zu halten, fand sich beim G20 in Hamburg und bei Olympia in Russland.

Die Demonstrierenden sind ja alle gesteuert, die sind ja gar nicht wirklich wütend oder unzufrieden.

Als neutraler Beobachter würde ich ja jede größere Menschengruppe auf der Straße ernst nehmen.

Lasst mich in Ruhe mit der FakeNews Idee momentan wirkt hier mehr. Der gerne gemachte FakeNews-Verweis dessen universelle gerne genutzte Erwähnung, geht auf einen schwerer zu finanzierenden und damit sterbenden, schreibenden Journalismus zurück, der natürlich beklagenswert ist.

Raster

Dieses Führerscheinupdate ist mir auch suspekt. Als ich den Beitrag im linearen Fernsehen gesehen habe, ist mir als Erstes dieser Typ, der 35 Jahre ohne Führerschein gefahren ist, eingefallen. Der wurde halt nie kontrolliert. Was die Frage nach seinen Gewohnheiten aufwirft und nach der Polizeipräsenz.

Dann hatten wir den EU-Führerscheintourismus, bei dem findige Fahrlehrer sich nach Tschechien oder war es Polen?- egal, vernetzt hatten, um ein komplettes Aufenthaltspaket mit Übernachtung, Prüfung und Behörden Schmieren anzubieten um mit einem EU-Führerschein, nach einigen Tagen, zurück nach Hause zu kommen. Dann gibt es Foren, wo man sich Tipps holen kann, wo man am ehesten und besten durch die MPU kommt. Man muss ja, da nicht auf den lokalen Anbieter zurück greifen.

Nun also der Verfall der alten Führerscheine – müssen wir die neuen Fahrerlaubnisse aufschneiden um nach RFID-Chips zu schauen?

Da wird doch auch wieder gerastert, wie viele Fahrerlaubnisse eigentlich im Umlauf sind und wie viele davon gültig sind. Im besten Fall ist das Geldmacherei. Ich hab doch, die bei den Behörden Arbeitenden schon durch die Steuern bezahlt und finanziert, warum wollen die für ihre Arbeit also den Verwaltungsakt, den ich anstoßen muss auch noch Geld haben? 25 Euro, in diesem Fall. Nimmt man die Geldbußen für das Fahren mit einer ungültigen, alten, erloschenen Fahrerlaubnis als zukünftige Einnahmequelle hinzu, ist das eine lohnende Idee.

Hat schon jemand in den Ministerien ausgerechnet, welche finanziellen Einbußen die Kommunen haben, wenn die Autos, wegen der neueren Technik, sich in Zukunft alle an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten?

Ich gehe da jetzt mal vom Schlimmsten aus und behaupte die Rastern nicht nur die KfZ´s über die Steuer bzw. Anmeldungen sondern bald auch die Bürger, die sich mit einer erloschenen Fahrerlaubnis durch Europa bewegen.